#6 In China entführt | Entführung, Business Model, PR als Startup
Shownotes
In der sechsten Folge besprechen wir mehrere relevante Themen und behandeln unterschiedliche Kategorien: Während zum einen diskutiert wird, wie man mit einer Idee überhaupt startet, gibt es einen Wochenrückblick, PR-Tipps für Start-ups, einen Reisetipp zur Vermeidung von Entführungen, Einblicke, wie wir mit Covid-19 (Corona) umgehen und ein paar Business-Idee Diskussionen.
Business Model Canvas:
- https://www.strategyzer.com/canvas/business-model-canvas
- https://ut11.net/blog/dein-geschaftsmodell-kompakt-der-business-model-canvas/
- https://www.starting-up.de/gruenden/businessplan/business-model-canvas.html
- https://www.startplatz.de/startup-wiki/business-model-canvas/
Kontakt:
- achtungachterbahn@gmail.com
- andmetics: https://www.andmetics.com/
- presono: https://presono.com/
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00:00:00: Achtung Achterbahn! The life of a startup is full of ups and downs, an emotional rollercoaster ride that you can't quite imagine if you've spent your whole career in a corporation. Herzlich willkommen bei Achtung Achterbahn! Das waren doch schöne Begrüßungsworte, muss ich ehrlich sagen. Danke Hannes, das klingt doch super. Bitte, ich habe mein Versprechen eingelöst und bin mit einem Zitat in die Runde gegangen, das für mich ganz gut wiedergibt, wie so dieses Start-up-Leben ist. Es ist ein ständiges Auf und Ab und man kann es sich eigentlich nicht vorstellen, wenn man sein ganzes Leben lang in großen Unternehmen war und irgendwie dieses Erdige in Startups nicht mitbekommen hat. Ja, außerdem steckt der Titel unseres Podcasts im Zitat drin mit Rollercoaster quasi.
00:01:03: Nein, das war mir nicht wichtig. Das soll ich dir jetzt glauben. So, ich könnte jetzt ganz frech fragen, du Hannes, wie war denn diese Woche? Zwei Minuten, zwei Millionen, wie war Höhle der Löwen? Was sagst du denn dazu? Nachdem es jetzt Dienstag ist, wo wir diesen Podcast aufzeichnen, Kann ich dir leider noch nicht sagen. Wir zeichnen nämlich vor diesen Sendungen auf. Und warum machen wir das eigentlich? Damit wir beweisen, dass wir nicht nur das brauchen, um ein Themen zu haben, über die man reden kann. Das behaupten nämlich vielleicht die einen oder anderen Bösen gesungen. Und ich glaube, wir haben genug andere Themen auch. Und außerdem hat sich das terminlich einfach nicht so gut ergeben. Ich meine, hätten wir heute geplant, nachdem bei mir jetzt die Woche gefühlt alles abgesagt wird, was irgendwie geht, hätte ich auf einmal wieder mehr Zeit gehabt. Aber ja, wir werden heute auch gemeinsam nach Salzburg gefahren eigentlich. Auch abgesagt. Kein Mietergäste in Salzburg. Schade. Muss man durch. Ja, danke für dieses Eingangszitat. Fand ich schön. Danke. Wir sitzen wieder im andmetics-Büro. Diesmal mit einem ganz neuen Setting. Wir werden da ein Foto nachher machen. Der Martin spielt hier mit technischen Details rum.
00:02:06: Und wir hoffen, dass die Tonqualität diesmal wieder etwas besser ist, nachdem das letzte Mal irgendwie dieser Pegel-Control nicht super funktioniert hat. Aber auch meine Rahmenbedingungen waren etwas schwierig. Also ein Tonstudio im Jägerstüberl ist vielleicht auch nicht unbedingt empfehlenswert. Und vielleicht schaffen wir es heute, ein bisschen eine ruhigere Folge hinzubringen. Das letzte Mal wirkte das gerade zum Schluss, glaube ich, sehr gestresst und unschön. Also es gibt wenige, die mich hier aus diesem Büro hinausschmeißen können. Das sind doch gute Voraussetzungen. Wir werden heute über ein paar Themen sprechen, die, glaube ich, ganz spannend sind. Und für mich die erste Frage oder das erste Thema ist eigentlich, Hannes, Gratulation, ihr wart in der Krone mit andmetics, in der Kronen Zeitung. Dankeschön. Wer nicht weiß, was die Krone ist, genau. Also Gratulation einem Top-Artikel nämlich. Danke. Also wer es nicht gelesen hat, kann das nachlesen. Ist online, glaube ich, auch verfügbar. Ich habe es auf meinem Facebook-Profil geteilt, aber ist online verfügbar. Und ja, jetzt ergibt sich natürlich die Frage daraus,
00:03:07: wie macht man das als Startup, in die Kronen Zeitung zu kommen? Also man informiert die Redakteurin in diesem Fall. Danke an die Frau Kneidinger von der Kronen Zeitung. Wir haben über die letzten Jahre eigentlich immer wieder mal was gemeinsam gemacht. Es ist so, dass die Frau Kneidinger sich immer wieder informiert bei uns und wie es andmetics denn so geht und ob wir irgendwas Neues haben. Und diesmal hat sich das ergeben und dann haben wir diese Informationen geteilt. dass wir jetzt in Deutschland im Professional-Sektor einen ganz tollen neuen Kunden gewonnen haben. Das war schon letztes Jahr. Den Kunden haben wir gewonnen im September und haben dann relativ viele Schulungen durchgeführt im Herbst und Winter. Und jetzt geht das Ganze so richtig los. Der Kunde ist die Firma Clear. Clear ist eigentlich der größte Friseur oder die größte Friseurkette in Europa.
00:04:10: In Europa sogar? Ja, ich glaube in Europa, ja. Und 1200 Filialen alleine nur in Deutschland. Und ja, dort sind wir sozusagen gelistet mit unseren Streifen und mit den anderen Produkten, mit der Augenbrauen Farbe. Und direkt für die Anwendung quasi. Das heißt, der Friseur wendet das an bei seinen entsprechenden Kunden und Kundinnen. und das ist es im Artikel gegangen und natürlich werden dann auch andere Kunden von uns, ob es jetzt die Amerikaner sind, wie zum Beispiel CVS oder Walmart genannt und ja, war für uns wieder eine tolle Werbung und da freuen wir uns immer richtig drüber und also das heißt auf der einen Seite Danke an die Kronen Zeitung und das zweite Dank geht an die Firma Clear und vor allem an die Menschen bei Clear, die an uns immer geglaubt und haben und uns das Vertrauen geschenkt haben, das ist nämlich nicht selbstverständlich. Ja, genau. Klingt gut, ja. Also ich kann nur sagen, ich bin nicht beim Clear, aber meine Friseuse
00:05:10: ist auch sehr Friseurin, Friseurin, Friseurin, ist auch begeisterte andmetics-Anwenderin, von dem her, das ist tatsächlich in der Branche echt bekannt mittlerweile und hat da was Großes aufgebaut über die letzten Jahre. Aber mich führt das zu dem ersten Thema, nachdem ihr da jetzt drin wart und zwar ist für mich einfach die Thematik, ab wann ist es als Startup sinnvoll, in die Zeitung zu gehen, weil es gibt jetzt Leute, die sagen, ja PR ist immer gut, da bin ich persönlich, glaube ich nicht, dass das sinnvoll ist, immer einfach irgendwas zu machen, sondern das zielgerichtet oder auch getimt zu machen und da ist vielleicht, können wir über das Thema sprechen, denn wir beide haben PR-Erfahrung ein bisschen durch die Startup-Thematik jetzt einfach und waren das ein oder andere Mal in der Zeitung und die Frage ist vielleicht für viele Leute da draußen, wann macht es Sinn, in die Zeitung zu gehen, wie komme ich da überhaupt grundsätzlich hin, was kann ich tun und vielleicht auch noch die Unterscheidung Print versus Online und bringt das überhaupt was? Auch diese Frage kann man sich ja durchaus stellen. Und ich glaube, das wäre vielleicht ein spannendes Thema, wo sich einige was mitnehmen können. Ja, also meine Meinung dazu ist, dass es trotzdem immer gut ist,
00:06:17: wenn du in der Zeitung oder in den Medien bist, solange du eine Aussage hast. Also es ist immer dann schwierig, wenn du zum Hundertsten mal denselben Blödsinn erzählt hast oder so. Und das machen wir zum Beispiel auch nicht. Also wir informieren Grundsätzlich, also wir haben so PR oder wir haben Listen mit ganz vielen Redakteuren drauf und so. Presseverteiler quasi. Presseverteiler und an die schicken wir in unregelmäßigen Abständen unterschiedliche zielgerichtete Informationen. Auch lokal aufgeteilt, das heißt, ihr wisst, in Deutschland war jetzt was, dann geht das nur an die deutschen Redakteure oder was? Genau, richtig. Und jetzt nicht nur lokal die Aufteilung, sondern auch nach Medium, was ich auch für sehr wichtig finde, weil, also wenn du jetzt quasi so ein eher wirtschaftlich angehauchtes Thema, was wir jetzt in der Kronen Zeitung hatten und die Barbara Kneidinger gespielt hat, das ist was anderes, als wenn ich jetzt zum Beispiel zur Freundin nach Deutschland irgendwas schicke.
00:07:23: Zur Freundin schicke ich eher die Informationen, dass wir jetzt, keine Ahnung, neue Kaltwachstreifen haben für den Intimbereich oder für irgendwas anderes. Das ist dort die Information und in der Kronen Zeitung Wirtschaftsteil ist halt eher die Information, wie geht es der Firma, was sind die Entwicklungen dort. Also dieser Presseverteiler ist aufgeteilt nach Regionen und natürlich, welches Medium braucht welche Informationen. Wir schicken dort auch dann immer bei Neuheiten und so weiter auch Musterpakete raus, sodass sich die Redakteurinnen und Redakteure immer davon selbst überzeugen können. Und das betreiben wir eigentlich schon seit Anfang an, aber eher noch unregelmäßig. Wir wollen das jetzt ein bisschen in eine Regelmäßigkeit bringen. Das heißt aber, kann man quasi sagen, es gibt ja einen Teil der Aussendung oder der Kommunikationsarbeit, die quasi das Vertrauen ins Unternehmen als Ganzes stärkt. Und das andere, wie du angesprochen hast, dieses Beispiel der Freundin, da geht es eher darum, dem Konsumenten schmackhaft zu machen, was es Neues gibt, ihn zwar zu informieren, aber auch ein bisschen anzuteasern, dass ein Kunde weiterbleibt oder wird.
00:08:28: Absolut. Also wenn du die Kronen Zeitung, bleiben wir bei dem Beispiel, dort wird jetzt quasi die Öffentlichkeit informiert, dass wir wachsen, dass uns gut geht. Da werden Investoren informiert durch so einen Bericht oder einfach unser Umfeld, wenn wir nach Personal suchen. Und auf der anderen Seite, wenn wir jetzt in der Freundin mit einer Abbildung drin sind, dass die Bikini-Streifen von andmetics einfach toll sind, dann ist das klassisch eigentlich Werbung. Und ja, diese zwei Bereiche, die gibt es. Ich denke auch, dass beide notwendig sind. Erster Teil aber erklärt aufgrund von Personalsuche, Vertrauen ins Unternehmen und das andere ist eher dieses, nennen Sie es mal, verkäuferische oder Imagebildende in die Produkte. Okay, okay. Jetzt ist die Frage für mich, zahlt ihr dafür irgendwo auch oder ist es tatsächlich alles in irgendeiner Form redaktionell und echte Pair? Aber es gibt ja, vielleicht als Erklärung für alle, es gibt ja gekaufte Artikel und es gibt ja die echten redaktionellen Artikel. Also ich kann ja auch zur Zeitung gehen und einfach sagen, ich kaufe mir jetzt eine Anzeige und dann steht auch irgendwo gesponserte Anzeige da quasi dabei, beziehungsweise gesponserte Artikel oder irgendwie so.
00:09:35: Es gibt sogar mehrere. Also das eine ist mal wirklich klassisch, ich schalte eine Anzeige, eine Seite, da ist irgendwie nur ein Bild und mein Produkt. Was ist klassisch? Klassische Werbung eigentlich? Klassische Werbung, dann gibt es sogenannte Editorials, das heißt, du schreibst über dein Produkt, es sieht etwas aus, wie wenn es ein Redakteur geschrieben hat, ist aber bezahlt. Gibt es auch und dann gibt es den klassischen Redaktionsbericht. Bei uns ist es so, wir sind in den Magazinen unserer Kunden, ob es jetzt zum Beispiel das Magazin vom Clip ist oder ob wir im Active Beauty sind oder in der Maxima oder was auch immer, dort schalten wir gezielt Anzeigen. Dort ist unsere Zielgruppe daheim, dort schalten wir Anzeigen. Als Werbeeffekt. Als Werbeeffekt, rein Werbung. Und auf der anderen Seite alles andere. machen wir eigentlich unbezahlt. Also wenn wir quasi keine klassische Werbung wollen,
00:10:36: machen wir eigentlich dann alles unbezahlt. Und da setzen wir einfach, dass wir guten Inhalt liefern, dass wir viele Muster senden und so weiter, setzen wir eher darauf, dass die Redaktionen dann darüber schreiben. Das klingt auf jeden Fall spannend, vor allem viel umfassender eigentlich. Deshalb ist es, glaube ich, wichtig, dass alle wissen, dass es diese unterschiedlichen Arten gibt. Weil wir bei presono ziehen ja eigentlich diesen rein redaktionellen Teil vor, weil es schwierig ist. Also wenn ich jetzt eine Anzeige platziere, ist ja wieder die Frage, wer liest es, wer ist die Zielgruppe. Jetzt mit Self-Service vielleicht eher zu diskutieren. Früher für Enterprise wäre das einfach sehr, sehr große Streubreite gewesen, wo ich viel Verlust gewesen bin, den ich einfach verliere. Zumal das ja sehr, sehr viel Geld kostet. Wenn ich jetzt in die Zeitung gehen würde, wo ich vielleicht den Entscheidungsträger aus dem Marketing oder Management finde. Wenn ich jetzt ganzseitig Presse oder Standard oder sowas schalte, glaube ich, dass das ziemlich kostenintensiv ist. Wir sind es ja dadurch immer über redaktionelle Aussendungen gegangen, also vielleicht als Info für alle, wie wir das machen. Wir haben ja auch eine quasi Freelancerin, die uns unterstützt in dem Bereich, liebe Grüße Julia,
00:11:41: und die selber einen entsprechenden journalistischen Background hat und dort einfach für uns, mit uns gemeinsam, die Presseaussendungen verfasst und dann an entsprechende Verteilerlisten schickt, beziehungsweise mittlerweile auch über die APA das tatsächlich verteilt. Da kann man es online reinstellen und die schicken das dann in ihre Verteilerlisten rein, was nochmal eine größere Reichweite einfach hat und auch erfolgreich funktioniert. Also muss man es an dieser APA-Aussendung machen, wir sind Mitte letzten Jahres, glaube ich, und haben einfach gesehen, dass da die Response-Rate nochmal deutlich höher ist, zumal du da Fachmagazine mit anwählen kannst. Das heißt, du kannst bestimmte IT-Magazine oder sowas mit anwählen, wo die das automatisch hinschicken, sowohl online als auch die Print-Variante. Und dadurch hast du eine größere Reichweite, weil du nicht zwingend immer an die richtigen Redakteure rankommst. Aber ist für euch online sehr wichtig, oder? Wie ist das? Vor allem Selbstservice ist sicher der Online-Anteil höher. Der Online-Anteil ist höher, hat es jetzt auch bei der aktuellen Aussendung. Wir haben ja jetzt gerade passend zu zwei Millionen eine Aussendung wieder gemacht. und ich kann es aktuell sagen, wird es natürlich online viel mehr gefeatured,
00:12:44: aber auch, weil sich die Magazine leichter tun. Erstens gibt es reine Online-Magazine, gerade fachspezifische, die gibt es halt wirklich nur online oder nur quartalsweise, dann gesammelt in irgendeiner Form im Print mit Spezialthemen. Und ansonsten, ja, wen interessiert es? Jetzt muss man ehrlich sagen, wenn man sich einen Standard anschaut, der berichtet fast nie über Startups, den interessiert das nicht. Die österreichische Startups-Szene wird eh relativ stark immer wieder irgendwo unterstützt oder ist medial vertreten. Dadurch ist es ja gar nicht so leicht, in Print reinzukommen, wenn man jetzt sagt, hey, wir haben eine Software und die ist halt cool für Unternehmen, ja, warum soll das in die Zeitung gehen? Also, muss man auch ehrlich sagen. Und dadurch ist online natürlich ein bisschen der Fokus, weil wir es auch stärker nutzen können, um den Link dann an spezifische Entscheidungsträger zu schicken. Also wir nutzen das auch dann als Link aus dem Fachmagazin online und schicken es über LinkedIn oder eine E-Mail-Link-Kampagne an die richtigen Leute, die sich wiederfinden in diesem Magazin und dadurch angetriggert sind. Und das ist einfach so der Ansatz. Ansonsten muss man ja sagen, dass alles, was Startup-relevant ist,
00:13:44: ja mal über Broadcast oder Trending-Topics sehr, sehr stark vertreten ist in Österreich, wo man ja auch diskutieren kann, ist das vielleicht zu viel oder viele erwarten sich dann, dass sie vom Print-Medium dieselbe Response kriegen. Dann kann man ja klar sagen, es sind so zwei Plattformen oder Medien, die das einfach sich zur Aufgabe gemacht haben, diese Thematik zu forcieren. Und nur weil dort ein Bericht über ein 500.000-Euro-starkes FFG-Basisprogramm drin ist, Das heißt nicht, dass die oberösterreichische Nachrichten interessiert, dass irgendwer ein Basisprogramm gekriegt hat. So schön das ist, aber zu unserer Zeit, das klingt auch schon komisch, aber als wir unser Basisprogramm hatten, das war die Zeit, da hat noch nicht jeder darüber geschrieben, dass er ein höheres Basisprogramm gekriegt hat. Und jetzt ist man mit 200.000 Euro Basisprogramm plötzlich im medialen Hype gefühlt. Aber auch nicht wirklich, weil das ist halt nur in diesem Ökosystem. In dieser Startup-Basin. Genau, genau da drin. Und da ist es eh super, weil mich interessiert es schon, aber auch nur als ganz spezifisch Interessierter. Oder es wird deswegen jetzt keiner das Produkt plötzlich mehr kaufen, nur wenn man das hat. Und ich glaube, da muss man auch aufpassen, was für Botschaften trägt man raus.
00:14:46: Für presono ist es so, dass natürlich die Startup-Community schon eine Zielgruppe ist. Das ist ja andmetics jetzt ein bisschen anders. Das könnte jeder schöne Augen brauchen. Selbstverständlich, aber wenn man sich unsere Persona ansieht, wie wir quasi definieren, wie unsere Idealkundin sozusagen ist, und wir müssen sagen, in unserem Bereich sind es nun mal die Damen, da werden jetzt nicht unendlich viele in der Startup-Community in Österreich herumlaufen davon. Deshalb müssen wir in breitenwirksamere Magazine zum Beispiel gehen und das ist halt, ich habe es ja vorher gesagt, eine Maxima, eine Active Beauty, was auch immer und dort einfach auch Werbung schalten, damit man uns kennt und damit unsere Marke bekannter wird, damit ich dann letzten Endes am POS mich für dieses Produkt entscheide. Und damit ich weiß, aha, hier gibt es nicht nur die großen Marken wie Veet in unserem Bereich, sondern da steht dann eben mittlerweile 5 bis 8 Produkte von andmetics.
00:15:49: Ja, was sehr super ist. Was super ist, aber es ist immer wieder ein erneuter Kampf. Aber ja, abschließend vielleicht einfach ein paar Tipps, die Learnings aus den letzten Jahren. Also man sollte Redakteure nicht zuspammen. Wenn man irgendeinem Redakteur jede Woche irgendeine Neuigkeit über seine Firma schickt, würde er irgendwann sagen, es reicht mir. Ich glaube, gezielt, also mit Maß und Ziel ist auch dort das Richtige. Und vielleicht auch nicht jedem immer alles schicken, sondern mal was exklusiv irgendwo machen, ganz bewusst, damit man aber dort einen stärkeren Fokus hat, ein Argument hat, da reinzugehen. Also das ist vielleicht so ein bisschen noch als Tipp zum Abschluss, den man mitgeben kann. Ja, und vor allem relevant. Also es kann einfach, nur weil wir jetzt weitere fünf Packungen verkauft haben von unseren Streifen, interessiert es einfach keinen. Also es muss schon eine gewisse Relevanz haben, wenn wir wieder auf den Kronen Zeitung-Artikel kommen. Wenn so wie wir so einen großen Kunden, du gewinnst, da geht es wirklich um 1200 Friseur-Läden. Wir reden von 10.000 Friseurinnen und Friseuren, die das anwenden.
00:16:49: Wir haben 1200 Filialleiterinnen und Filialleiter geschult und, und, und, und. Also auch danke da nochmal an unser Team. in 40 Schulungen innerhalb von glaube ich acht Wochen das alles durchgedrückt. Das ist halt schon, das ist wirklich glaube ich eine tolle Leistung, aber nur weil wir jetzt unter Anführungsstrichen vielleicht einen kleineren Kunden irgendwo gewinnen, machen wir jetzt keine Presseaussendung. Es ist als ob ich bei presono jede Woche rausschicke, hey wir haben wieder zehn neue Zahlen des Self-Service-Kunden. Es gibt dann wieder kritische Zahlen, wo man sagt, hey ab dem Zeitpunkt macht es wieder Sinn, dass man sagt, hey. Genau. Es muss einfach Relevanz haben, was Leute interessiert. Klar, klar. Spannend, finde ich cool. Vielleicht kann sich der oder die eine oder andere da was mitnehmen, was die Presse ist. Gerne auch Feedback, falls da Wünsche oder Ideen in irgendeiner... Und wir können, glaube ich, beide die Julia sehr empfehlen. Also ich habe auch schon mit ihr zusammengearbeitet bei andmetics.
00:17:49: Also Julia, wirklich großes Lob. Genau, danke dafür. Und falls jemand jemanden braucht, der sich in dem Journalismus-PR-Bereich auskennt, können wir gerne in Kontakt vermitteln. Julia Kurbatfinsky. Das hast du jetzt gesagt, du darfst es. Ja, ansonsten, was war sowas in der Zeitung, was war sonst letzte Woche los? Also räumen wir es rückwärts auf, heute ist gefühlt da endgültiger Chaos-Tag, was Covid-19 alias Coronavirus betrifft. Mir wurden heute fast alle Termine für die Woche abgesagt, keiner darf mehr irgendwen extern treffen, wenn, dann wird es auf Skype verschoben, was natürlich zumindest immerhin keine Absage ist, aber Also es drehen alle völlig am Rad, aber rückwärts aufgerollt. Ja, was war sonst los? Warst du unterwegs wieder? Warst du in Hamburg? Warst du in Deutschland? Irgendwo? Ich darf nicht mehr reisen. Das Hauptproblem ist, es ist bei uns de facto alles abgesagt, was man so absagen kann. Ihr hättet jetzt gerade Messe eigentlich. Ja, wir wären jetzt gerade in der Hochsaison der Messe. Ja, es ist wie es ist. Ich will da auch gar nicht mehr zu viel drüber sprechen.
00:18:50: Es ist, wie es ist. Wir müssen so hinnehmen, wir müssen das Beste daraus machen. Diese Woche oder heute eben ist bekannt geworden, dass alle Veranstaltungen irgendwie über 1000 Besucher abgesagt werden müssen in Österreich. Ja, also ich hoffe, dass erstens diese ganze Sache hier klimpflüch für alle ausgeht, dass möglichst viele Leute gesund bleiben und dass es aber auch schnell wieder vorbei ist, diese ganze Geschichte, weil es zehrt schon an den Nerven und es ist für Unternehmungen nicht lustig. Absolut. Und ja, also ich bin froh, wenn das Ganze mal wieder einigermaßen überstanden ist. Ja, das ist... Vor Game Changer haben sie abgesagt zum Beispiel. Vor Game Changer, also verschoben auf September mal. Das ist das, was uns alle, glaube ich, auch in der Szene jetzt am meisten irgendwie betrifft. Aber auch der Austrian Startup-Stammtisch ist sogar abgesagt worden, weil das auch über die erlaubte Anzahl von Personen in geschlossenen Räumen geht und lauter so Geschichten. Und mein Herz blutet, LASK gegen Manchester United
00:19:52: findet ohne mich statt. Ja, du kannst nur vor dem Fernseher zu schauen, oder? Ich werde vor dem Fernseher zu schauen. Ja, das wird sicher gut. Aber was man sagen muss, kann ich das sagen? Ich glaube, das ist ja kein Geheimnis, oder? Weil das kommt am Donnerstag raus, da gehen wir mit der Botschaft auch schon publik. presono versucht jetzt das einfach auszunutzen, was da ist. Glaubst du, wir können darüber reden, oder? Ja, presono hat ja Features eingebaut, sozusagen, die prädestiniert sind. Also ihr macht jetzt nicht irgendwas extra. Ja, genau. Also wir wollen es nur anders kommunizieren. Die Kommunikation ist halt so, presono hat ja Features eingebaut, damit ich quasi zum Beispiel jemandem eine Präsentation schicke und der Gegenüber oder der Empfänger... Und kann sich selber durchklicken. Also durch die interaktiven Möglichkeiten drin schicke ich dem die Präsentation. Ich weiß noch nicht, was von den Produkten interessiert ihn und er kann sich selber seine eigenen Pfade durchklicken, Informationen aufrufen und Co. Also das für alle, die sich Personen noch nicht so genau angeschaut haben. Und wenn man jetzt dann die Frage stellt, was ist der Unterschied zu einer Webseite? Natürlich steht in einer Präsentation mehr drinnen, als wir auf einer Webseite.
00:20:53: Oder kann ich mehr reinschreiben, weil es einfach viel individueller ist? Und es ist gleichzeitig besser wartbar, weil ich glaube, dass unser Tool trotzdem für viele Leute irgendwie leichter zu verstehen oder zu bedienen ist, als jetzt die meisten Web-CMS-Lösungen trotzdem. Ich kann gleichzeitig an Präsentationen arbeiten. Ich kann den Leuten das, was ich eh dem Kunden so bereitstelle, auch auf dem iPad zur Verfügung stellen, was sie in ihrer eigenen Präsentation einbauen und, und, und. Aber wir haben uns jetzt vorgenommen, wir werden das ausnutzen, diesen, ich nenne es mal ein bisschen, ich nenne es mal Panik-Hype persönlich, weil es mir halt zu viel ist. Aber warum nicht ausnutzen? Denn alle unsere Kunden, die wir haben und auch potenziellen Kunden im Enterprise-Bereich jetzt zumindest mal, darüber hinaus ja eigentlich sogar, weil selbst andmetics ist ja im Self-Service ein potenzieller Kunde, alle sind betroffen davon, dass die Messen abgesagt sind. Jetzt können wir natürlich nicht sicherstellen, dass dieser persönliche Kontakt, dieses Zusammenkommen, was man halt hat und dann eine Beziehung aufbaut, das können wir nicht ersetzen, aber wir können helfen, dass man einfach über presono die Informationen aufbereitet, so eine Art digitale Messestation macht und derjenige oder die potenziellen Kunden
00:21:56: und Bestandskunden sich dort selber informieren können. Das heißt, ich baue als Roboterhersteller mein Roboterportfolio da digital rein und die Leute können sich selber durchklicken. Ich kann Informationen aufbereiten, ich könnte theoretisch virtuell dort ein bisschen schön dargestellt, aber von Raum basteln und klicke auf die einzelnen Stationen. Wir bauen gerade dann so ein Beispiel, was wir rausschicken werden. Und das Einzige, was wir jetzt als Maßnahme haben, ist in der Roadmap ein paar Features, die noch geplant, die sowieso geplant waren, die jetzt vorzuziehen, dafür andere nach hinten zu reihen, um ein, zwei Zusatzbenefits in diesen Analytics dann bieten zu können, wo ich auswerten kann, was machten die denn im Detail eigentlich. Ähnlich wie Google Analytics. Genau. Und wir wollen das aber halt nutzen, damit man sagt, okay, man verkriegt sich jetzt nicht oder steckt nicht den Kopf in den Sand und sagt, jetzt kriegen wir nur Terminabsagen und keiner will mehr was machen, weil, ungelogen, ich habe heute Absagen gekriegt und dann heißt es, meldet euch in zwei Monaten wieder. Und da ging es um einen Erstvorstellungstermin, was das gesamte Projekt dort um weitere zwei Monate verzögert, was bitter ist. Und wir wollen das aber ausnutzen und einfach das Positive da irgendwie jetzt draus machen. Ja, wir machen es ja ähnlich. Also wir können jetzt auch nirgends hinfliegen oder so, da sind einfach keine Messen.
00:23:02: Somit haben wir quasi von unserer Roadmap einfach den Fokus jetzt auch sehr, sehr stark auf Online gelegt und werden da jetzt einige Kampagnen fahren, reduzierte Preise und so weiter, einfach wieder mehr mit den Kunden online in Kontakt kommen. Also quasi dieser Online-Messepreis nennen wir ihn mal so. und auf der anderen Seite müssen wir natürlich schauen, diese größeren Kunden oder Großkunden und Key-Accounts, wie kommen wir mit denen irgendwie in Kontakt und da haben wir zwei schon gesprochen, da kann presono natürlich auch eine Hilfe sein. Du musst irgendwie herausstechen aus diesen hunderttausenden E-Mails, die jeder kriegt. Standard-Newsletter an uns. Ja, das ist sicher eine Challenge, aber wir haben das jetzt so genutzt, dass wir einfach mal versuchen, dieses ganze Thema Web, E-Commerce und so wieder stärker zu machen. Es bleibt uns eh nichts über. Aber um einfach zu zeigen, man kann auch versuchen, was Positives daraus zu machen und wir werden versuchen,
00:24:04: das vielleicht auch in irgendeiner Form vermarktungstechnisch als positives Argument quasi umzumünzen. Ich kann ja dann berichten, ob das funktioniert oder nicht, weil das weiß ich natürlich nicht. Es kann natürlich auch ein Schuss in Ofen sein, aber was gibt es denn zu verlieren? Probieren kann man es. Du, jetzt aber noch zur letzten Woche. Wir haben ja letzte Woche die Sendung eher abrupt denken, weil du aus deinem Jägerstüberl geschmissen wurdest. Richtig, weil Leute Hunger hatten. Was war denn da los? Erzähl mal, also du warst auf einer Marketingkonferenz, hast den Podcast aufgenommen im Jägerstüberl, zur Mittagszeit, es ist sehr gescheit, Mathe, weil irgendwann haben die Leute halt Hunger und möchten sich da reinsetzen. Und genau das ist passiert. Ja. Kannst du das noch erzählen vom Marketing-Event? Man muss sagen, es ist Future of Marketing vom LSZ. Die haben eine Eventserie in Österreich zu verschiedenen Themen, Vertrieb, Marketing, IT-Entscheider. Das heißt, sie sprechen verschiedene Entscheidungsträger an und bieten dann mal so ein- bis zweitägige Events an, wo man sich austauschen kann, wo es ein Programm gibt mit Workshops,
00:25:04: mit Vorträgen zu verschiedenen Themen. Also von Change Management bis Führung bis digitales Marketing und wie es aufgebaut ist. Und dort kommen wirklich die Entscheidungsträger zusammen. Also vom Industrieunternehmen, wo der Marketingleiter da ist, von den Maschinenbauern bis zum Bauunternehmen, bis zur Dessous-Firma. Das ist die ganze Bandbreite. Liebe Grüße an Ralf. Und ja, Ralf und Lisa waren da auch. Aber ansonsten, es kommt alles zusammen und ist auch breit gefächert. Und man kann auch diskutieren. Da sind ein paar Themen in den Podiumsdiskussionen noch aufgekommen, wo man sich, glaube ich, seinen Teil denken kann, weil man einfach andere Art von Unternehmen führt und man auch merkt, dass Unternehmen gerade im Bereich Marketing anders ticken. Aber so ist es. Spannender Austausch grundsätzlich. Man hat schon gemerkt, dass leider krankheitsbedingt der ein oder andere Teilnehmer, Teilnehmerin ausgefallen war. Das war natürlich schade, aber grundsätzlich nicht schlecht. Und jetzt die Frage, warum ist presono dort?
00:26:05: Das LSZ ist quasi Partner von presono. Ich möchte eigentlich weniger Kunde, sondern eher Partner sagen. Man sieht es auch auf allen Slides, die dort so gezeigt wurden von denen, weil immer unten ganz klein Powered bei presono, was natürlich uns stolz macht und freut. Und wir haben quasi da so ein Agreement, sie kriegen eine gewisse Unterstützung von uns, beziehungsweise haben wir das letztes Jahr gestartet. Dafür dürfen wir als Partner auf diesen Events auch aktiv sein. Haben dort einen Monitor stehen, beziehungsweise jemand von uns vor Ort, der auch interessierten Personen dort erklärt, was presono ist. Letztes Jahr war da der Zulauf viel größer. wir merken da selber, dass die Bekanntheit gestiegen ist, muss man klar sagen. Also es kommt nicht mehr ständig alle an und sagen, was seid ihr, sondern ja, wir kennen euch eh. Und jetzt erst recht, ja, wir haben euch im Fernsehen gesehen. Und ja, aber das war so das Event und ich kann es nur empfehlen, es ist grundsätzlich ein spannendes Event. Durch die Workshop-Auswahl hat auch jeder ein bisschen einen Schwerpunkt, in welche Richtung man gehen will. Und ich bin ganz stolz, dass wir diesmal gemeinsam mit einem Kunden dort nämlich einen Vortrag, eine Präsentation halten durften mit dem Gerold Breuer von EREMA, der einfach dort berichtet hat, erstens natürlich, was ist EREMA und was macht EREMA,
00:27:07: aber warum setzt er auf presono, um Marketing, Vertrieb, Service jetzt dann in weiterer Folge auszustatten und wo soll die Reise hingehen? Was hat quasi zur Entscheidung geführt, presono zu nehmen, welche Vorteile er hofft, dass er sich, er möchte, seinem Vertrieb zentral die Inhalte zur Verfügung stellen, alle Präsentationen und vertriebsrelevanten Unterlagen und und und. Da schließt sich der Kreis quasi zum Referenzmodell, was wir letzte Woche kurz oder vorletztes Mal gesprochen haben. Richtig, richtig. Und das kam gut an, Ich glaube, das war auch ganz spannend, wobei wir uns eigentlich, wenn wir hätten auch zwei Stunden reden können, statt nur der etwas schon überzogenen 25-Minuten-Slots, die es dort gibt. Ja, cool. Ja, was haben wir sonst diese Woche noch, außer dem Jägerstüberl? Wir könnten jetzt noch das Thema Corona abschließen, sollen wir das vielleicht weglassen. Für mich hat sich die Frage gestellt und ich dachte, jetzt diskutiere ich mit dir. Wir haben beide ja privat einen gewissen Bezug zur Medizinbranche und es ist jetzt so, dass die Krankenhäuser ja alles, was nicht dringend oder relevant ist, absagen, sondern verschieben die ganzen OPs und Co., weil nicht ausreichend Mundschutzsachen da sind,
00:28:11: weil nicht ausreichend Handschuhe da sind, die Desinfektionsmittel gehen ihnen langsam aus, da sollen sie sparsam mit umgehen, die Ärzte und Krankenschwestern und Pfleger und Co. und alle, die da tätig sind und für mich ist dann die Frage, ist das der Moment, warum nutzt das keiner? man könnte doch jetzt eine Fabrik aufmachen, ganz schnell, irgendwie oder irgendwer rüstet um, der jetzt einfach solche Handschuhe oder Mundschutzsachen herstellt. Wäre das nicht was? Also du hast keine Ahnung, wie lange es braucht, eine Fabrik hochzuziehen für Desinfektionsmittel. Da kommen wir dann wahrscheinlich zum nächsten Thema, wie baue ich irgendwas von der Idee auf. Aber ich glaube eher, das Thema ist nicht jetzt eine Fabrik hochzuziehen, sondern man muss jetzt mal schauen, also zwei Themen. Das eine ist, es gibt ja gewisse Kapazitäten auf der Welt. Also irgendwie jeder Kontinent, nehme ich mal an, hat Fabriken für Desinfektionsmittel, für Handschuhe und so weiter. Und die Frage ist, ist es richtig verteilt? Also das passiert ja jetzt auch, dass viel so Masken,
00:29:16: die in China vielleicht jetzt nicht mehr so gebraucht werden, dann auch zu uns geschickt werden. und da gab es ja auch diesen, war es ein Student oder irgend so, der einfach extrem reich geworden ist, mit dem, dass er, ich glaube, um 100.000 Euro hat er Masken gekauft und um 30 Millionen hat er es verkauft. Ja, solche, gibt es jetzt ein paar wahrscheinlich auf der Welt, die das machen, die machen nichts anderes als in Wahrheit verteilen mit bestehenden Kapazitäten. Und auf der anderen Seite, glaube ich, ist dieses Thema aber auch, und das ist jetzt unser Podcast wahrscheinlich der falsche, aber in vielen Diskussionen hört man, man hat nicht so viele Masken oder so viele Desinfektionsmittel vorgehalten in den Krankenhäusern, weil es einfach teuer ist. Und ich persönlich als Privatperson frage mich dann, naja, wenn wir schon Milliarden ausgeben für unser Gesundheitssystem, ob es an diese Masken gescheitert ist. Aber gut, hat wahrscheinlich auch keiner sehen können, dass das jetzt alles so passiert. Oder wie schnell das geht.
00:30:17: Und ich glaube einfach, das ist für die Zukunft sicher jetzt auch wegweisend, weil sich die Länder wieder mehr mit solchen Themen beschäftigen müssen. Und weil wir in irgendeiner Folge mal gesprochen haben, was sind so die richtigen Momente auch für Startups? Ich glaube, auch wenn jetzt gerade die Krise ist, Aber die Länder und Organisationen werden sich nachher trotzdem massiv mit dem Thema beschäftigen. Klar, hoffentlich. Wenn man da gute Ideen hat, ist es sicher, trifft man auf ein anderes Feld als wie noch vor einem Jahr wahrscheinlich. Mein Vorschlag wäre jetzt eine Handschuh- und Mundschutzfabrik aufzumachen. Lieber Martin, ich wünsche dir alles Gute dafür. Wenn du heute beginnst, eine Handschuhfabrik irgendwie zu planen, dann freue ich mich, wenn du im Jahr 2023 dann deine Handschuhe auf den Markt bringst und der Markt mit chinesischen Handschuhen überschwemmt ist.
00:31:18: Wobei ich ja wirklich glaube, dass es schwierig ist, weil du musst ja alle möglichen Auflagen erfüllen. Du hast recht für den Medizinbereich, brauchst Zulassung. Du musst das irgendwie ja in einem Reinraum produzieren. Das heißt, das ist gar nicht so unaufwendig. Stimmt. Aber das führt uns zum nächsten Thema. Und Martin und ich haben sich mal gedacht, so quasi von der Idee, es gibt ja sehr viele Ideen auf dieser Welt. Und ich sage es jetzt mal sehr, ein bisschen ketzerisch, eine Idee hat man schnell mal. Die Frage ist nur, bringe ich es dann auch auf den Boden der Realität? Mache ich daraus wirklich ein funktionierendes Geschäft? Und für mich in jedem Startup gibt es zwei Komponenten. Das eine ist die gute Idee oder im Prinzip dann auch das gute Produkt, aber auf der anderen Seite auch quasi die richtigen Leute und das richtige Mindset und das richtige Know-how, um es auf die Straße zu bringen. Es hilft dir nichts, wenn du das beste Produkt hast und du kriegst es aber nicht wirklich in den Markt hinein oder hast keine Ahnung, wie du es vermarktest.
00:32:27: Und auf der anderen Seite, du kannst die besten Leute haben, aber wenn das Produkt nicht einigermaßen marktfähig ist oder keine gute Idee ist oder was auch immer, dann wird es auch einfach sehr, sehr schwierig. Und wir haben uns mal gedacht, dass wir eine neue Kategorie einführen. Die Kategorie Step by Step. Legst du los Step by Step Machst du es groß Ich bin komplett geflasht. Ich wusste mal wieder nichts davon. Das ist orange markierter. Ja, super. Aber schön, dass ich es immer im Podcast erfahre. Das Schönste ist aber immer, wenn ich nach dem Podcast dann auf einmal irgendwelche Jingles höre, die ich noch nie im Leben vorher gehört habe. Also es ist Mit dir Podcast mache ich es wirklich extrem spannend. Das ist wie in der Achterbahn. Deshalb heißt er ja so. Du bist meine persönliche Achterbahn. Also wir haben uns gedacht, dass man dieses Thema...
00:33:27: Du hast ja gedacht. Wir haben uns gedacht, dass man dieses Thema beleuchtet, was steht ganz am Anfang und wie geht man überhaupt am Anfang vor, wie beleuchtet man ein, zwei Themen und plant man die Grundlagen. Und die Überlegung ist eben, aus dieser Kategorie stückchenweise was zu machen, wo man sagt, okay, man kann nicht von der Idee bis zum ich sage jetzt übertrieben bis zum Exit, alles innerhalb von einer Folge abbilden. Also dachten wir uns, wir haben das mal diskutiert, am Anfang, vor sechs Folgen, sechste Folge, dass wir da immer wieder mal so Themen machen, die jeden beschäftigen und heute geht es um diese Anfänge quasi. Ja, also für mich das Wichtigste am Anfang ist mal, dass irgendwer ein Problem erkennt oder einen Markt erkennt oder was auch immer. Und da muss man schon gute Fähigkeiten haben. dass man das zusammenbringt, dass man quasi wirklich einen Need erkennt. Und dann schwöre ich persönlich auf Business Canvas, auf das Business Canvas Modell, weil es dich einfach schön durchleitet durch dieses Ganze.
00:34:30: Wenn ich mal dann meine Idee habe und sage, ich möchte jetzt eine Handschuhfabrik aufmachen, dann setze ich mich vor ein Business Canvas und gehe Schritt für Schritt durch. wir haben das bei presono so gemacht, in Wahrheit haben wir es auch andmetics so gemacht und egal wer zu mir kommt und sagt, er möchte sowas machen, den gebe ich entweder dieses Business Canvas Modell oder ich führe ihn durch, weil es eh schon so in Fleisch und Blut übergegangen ist. Vielleicht zur Erklärung für unsere Hörerinnen und Hörer, was ist Business Canvas? Martin erklärt uns wieder mal die Welt. Ja, Business Model Canvas. Business Model ist ja einfach nur Englisch für Geschäftsmodell. Und Business Model Canvas ist ein Ansatz, wie man das skizzieren kann. Grundsätzlich sollte man sich seinem Geschäftsmodell ja gut überlegen und sich mal die W-Fragen stellen. Wer macht einfach was?
00:35:31: Mit wem und für wen? Und auf welche Art und Weise? Und was kommt dabei heraus? Also welcher Ertrag? Und jetzt tippt der Hannes nebenbei. Das hört man bestimmt total gut. Es ist okay. und das Thema ist einfach, dass man sich mit der Business Model Canvas so eine Art Papier vor sich legt, man kann das einfach auch googeln, da gibt es nämlich wirklich ein, zwei schöne Vorlagen, die man selber ausfüllen kann. Ich habe es übrigens gerade gegoogelt, damit wir das hier nebenbei aufgemacht haben, das ist der Grund, warum ich getippt habe, und da gibt es unendlich viele, wenn man es auf Google eingibt, also Business Model Canvas einfach mal eingeben. Und es empfiehlt sich tatsächlich, und wir haben diese Hausübung damals auch gemacht, und ich kann es auch jedem empfehlen, druckt euch das sogar aus und füllt es mal händisch aus oder halt digital, wer digital ist. Aber das hilft schon oder auf groß ausgedruckt und mit gelben Klebezetteln in irgendeiner Form spickt. Und man beleuchtet dort drin einfach den Aufbau seines Geschäftsmodells und schaut sich mal an, okay, welche Leistung oder welches Problem
00:36:33: stiftet dann welchen Nutzen quasi. Also falsch, welches Problem löse ich und welche Leistung stifte ich. und das ist so quasi der Wert, den ich generiere in irgendeiner Form für jemanden. Und der ist mal das Zentrum von dem Ganzen und diesen Wert baut sich alles auf. Und dann schaue ich mir an, okay, welche Maßnahmen brauche ich, um das zu erschaffen oder zu bieten? Welche Ressourcen setze ich dafür ein oder welche, ja nicht nur Ressourcen in sachlicher Form, sondern auch Personen oder Partner brauche ich da in irgendeiner Form, um dahin zu kommen? Machen wir mal vielleicht ein Beispiel. wenn wir auf die Idee kommen, wir brauchen Kaltwachstreifen für die Augenbrauen. Gibt es noch gar nicht, glaube ich. Die hat es damals tatsächlich nicht gegeben. Und dann, wer sind so die wichtigsten Partner, die wir haben? Damals Patentanwalt oder auch Produktion oder Labor bis hin zu Zertifizierungsstellen und, und, und.
00:37:33: Also die haben wir da damals eingetragen. und so sind wir quasi Schritt für Schritt, was sind die Key-Activities, was machst du da, was musst du als ersten Schritt machen und, und, und, bis hin zu Kundensegmente. Wen sprichst du an? Wen sprichst du an? Wer ist die Zielgruppe und auf welche Art und Weise sprichst du genau diese Kunden an? Weil da gibt es ja auch verschiedene Wege. Genau. Deutsch-Professionals zum Beispiel. Richtig, genau. Und das ist auch dort so entstanden. Also das heißt, dass man sagt, der Friseur kann es brauchen und Kosmetiker kann es brauchen, aber auf der anderen Seite kann es eigentlich jeder auch daheim machen. Und das waren dann schon unsere zwei Segmente. Und dann haben wir uns noch angesagt, okay, wie erreichen wir jetzt sozusagen den Friseur? Da kannst du dann sagen, so direkt über Web oder auch über den Friseurgroßhandel oder was auch immer. Und dasselbe machst du dann auch für die Privatpersonen. Wie erreichst du die? Okay, ich kann zu zwei Minuten zwei Millionen gehen, dort sagen, das habe ich, dann habe ich einen Webshop und dann kaufen sie es.
00:38:34: Oder ich bin einfach bei den großen Retailern dieser Welt gelistet. Also es gibt viele, viele Ansätze. Alles das kann man dort eintragen. Dann gibt man noch die Kostenstruktur dahinter. Ich schaue mir eigentlich an, welchen Wert generiere ich, auf welche Art und Weise und wie gebe ich ihn nach außen und welche Kosten entstehen dabei. Und dann noch, das Wichtigste natürlich, wie generiere ich in irgendeiner Form einen Ertrag daraus? Was kommt für mich zurück als Unternehmen? weil ohne diesen Teil bin ich maximal eine Non-Profit-Organisation. Ist eher schlecht. Ist grundsätzlich eher schlecht, wenn du ein Unternehmen gründest, dass du Non-Profit bist. Aber die Empfehlung quasi für alle, schaut euch das an und das sollte man mal auch wirklich im Detail durchkauen. Nicht nur schnell bei einem Kaffee mal so grob ausfüllen, sondern sich viel damit beschäftigen, denn das ist dann die Basis, um einen wirklichen Businessplan zu schreiben und aufzusetzen, sich genauer anzuschauen, wer im Detail der Kunde ist, wie ich ihn erreiche und, und, und, und. Das ist so eigentlich die Grundbasis, die man auch immer wieder überdenken kann.
00:39:35: Also wir haben das ja bei presono jetzt auch. Self-Service hat grundsätzlich ein bisschen ein anderes Business-Modell dahinter als der Enterprise-Bereich, weil es andere Leistungen erfordert, auch andere Kosten nur hat, niedrigere, dadurch aber auch anders skalierbar ist. Also das kann man ja, glaube ich, auch nach mehreren Jahren sich nochmal anschauen oder sollte das sogar im Blick haben. Ja, und auch ein Tipp vielleicht, wenn man es dann mal ausgefüllt hat, das dauert ja durchaus mehrere Stunden, dass man es einfach mal liegen lässt und am nächsten Tag schaut man nochmal drauf. Also das ist so wirklich ein Papier, das man gerade am Anfang immer wieder dabei haben sollte und immer wieder drauf schauen. Und da muss man sich echt mit so vielen Themen beschäftigen. Und meistens ist man in einem Thema oder in zwei Themen sehr, sehr gut, aber in drei, vier anderen einfach nicht so gut aufgestellt. und da muss ich mich aber mal damit beschäftigen. Und wie der Martin schon gesagt hat, am Ende des Tages mündet es in einen Businessplan. Jetzt kann man auch immer darüber streiten, brauche ich einen Businessplan oder brauche ich keinen Businessplan. Wir sind eigentlich schon der Meinung, dass man einen braucht.
00:40:37: Man muss jetzt nicht ausexerziert auf 300 Seiten, aber ein sauberer Businessplan, der auch lebbar ist, der realistisch ist, zwingt einen einfach hinein, dass du dir mal Gedanken machst über Kostenstrukturen, über irgendwie, wie verkaufe ich es, zu welchem Preis verkaufe ich es, wer ist mein Konkurrent, wie ist mein Team aufgestellt. Wie schaut der Markt aus? Wie schaut der Markt aus und so weiter und so fort. Und ich möchte einhaken, das ist ja eine Botschaft, die ich mitgeben möchte. Ich habe das jetzt mehrfach inzwischen in den letzten Jahren mitbekommen, dass Leute sich Dinge auch schreiben lassen, diesen Businessplan. Also Businessplan, sollte man jetzt vielleicht gleich dazu sagen, uns geht es nicht nur um die Finanzplanung, sondern wirklich ein beschriebenes Dokument, wo drinsteht, wen spreche ich an, was unterscheidet mich von meinen Konkurrenten und wie plane ich die nächsten Jahre aktiv zusammen als Unternehmen? Wie möchte ich mein Team aufbauen? Und wo sind auch meine Stärken und Schwächen? Also wir hatten ja auch so eine SWOT-Analyse in unserem presono-Businessplan drin, wo klar drin stand, was von uns drei Gründern einfach an Fähigkeiten nicht eingebracht wird und dass wir uns woanders holen müssen. Und da ist mein Appell, bitte schreibt das selber.
00:41:38: Ihr braucht es sowieso, ihr müsst euch sowieso damit auseinandersetzen. Ihr habt es mehrfach mitgekriegt, dass jetzt Leute sich den schreiben lassen von irgendwelchen externen Leuten, die sich das anschauen und dann einen kompletten Businessplan aufsetzen. Und ich persönlich finde das sehr, sehr kritisch. Es ist ein kompletter Schwachsinn. Also nicht nur kritisch, das ist ja dann ein komplett wertloses Papier. Also besser, es ist nicht die schönste Prosa und nicht die schönste ausformulierteste Sätze, was auch immer. Es ist hundertmal besser, als dass ich es nicht selber schreibe. Ich muss mich zwingen über manche Themen einfach oder ich muss mir Gedanken machen über manche Themen. Und natürlich ist es unangenehm. Aber diese Fragen kommen sowieso auf im täglichen Business. Also jeder, der sich selbstständig machen möchte, der sollte sich mit den Themen, die da drinnen stehen, einfach mal auseinandersetzen, weil es kommt sowieso immer auf einen zu. Das ist vielleicht auch so ein Thema. Was ist der Unterschied zwischen einer Selbstständigkeit,
00:42:38: wenn du Startup bist oder wenn du so wie wir Unternehmen führst, im Vergleich zu dem, wie wir beide noch angestellt waren? Wie ich angestellt war, habe ich mich um meine Themen kümmern können. Das heißt, wie ich Marketingleiter war, um das Thema Marketing. Wie ich im Produktmanagement war, über das Thema Produktmanagement. Aber alle anderen Themen haben mich nur sehr wenig betroffen eigentlich. Heute ist es so, dass ich mich eigentlich mit allem auseinandersetzen muss. Ich sitze beim Steuerberater, ich sitze bei Förderstellen, ich sitze beim Kunden, ich sitze bei irgendwelchen Entwicklungen und, und, und, und. und das ist schon, also du hast mit so vielen Themen zu tun und du musst sie auch operativ bearbeiten. Also es ist jetzt auch anders, wie wenn du Geschäftsführerin einer großen Firma bist, wo dir viele, viele Leute zuarbeiten. Und du delegierst. Und du delegierst oder einfach deine Experten rund um dich hast. Ja, ich sitze beim Steuerberater und das war schon, also die letzten fünf Jahre,
00:43:39: seit wir das da irgendwie begonnen haben, ganz am Anfang, die waren schon eine sehr lehrreiche Zeit. Und du musst dich einfach auch mit Themen beschäftigen, wo du kein Experte bist. Oder vielleicht gar keine Ahnung hast am Anfang. Oder gar keine Ahnung hast. Und ein bisschen da über den Schatten hüpfen tut man eben schon am Anfang oder kann man mit dem Businessplan. Zumal das einfach, also diese Business Model Canvas ist mal die Grundlage und auf der Basis kann man das machen. Und der Businessplan selber, der dann in weiterer Folge entsteht, ist ja auch die Basis vom FFG-Antrag bis ABS. also Austria Wirtschaft Service, bis hin zum Investment Proposal. Es spiegelt sich überall wieder, deshalb empfiehlt sich das alleine mal dann zu machen. Aber noch einen Schritt vielleicht zurück, um das jetzt wieder rückwärts aufzurollen. Business Model Canvas haben wir beleuchtet. Vielleicht noch ein bisschen, okay, jetzt ist da draußen vielleicht irgendwer, und das finde ich ja gut, der ein Problem erkannt hat oder eine Idee hat. Vielleicht noch, sogar bevor ich im Detail Business Model Canvas aufzeichne oder befülle, hast du noch ein, zwei Tipps, wo du sagst, das sollte man vielleicht zuerst mal hinterfragen,
00:44:40: weil wir sind ja auch so, wir diskutieren ja öfter mal irgendeine Idee und argumentieren uns dann gegenseitig an mancher Stelle, wo wir vielleicht nicht weiter gedacht haben und warum das vielleicht nicht ganz funktioniert. Ich sage nur... Die Handschuhfabrik. Zum Beispiel eine Handschuhfabrik in Seitenwohls. Nein, aber jetzt im Ernst, wir haben ja schon die ein oder andere von Einkaufs-App bis sonst was, haben wir ja wirklich schon ein paar Sachen diskutiert. Vielleicht ist da draußen, jetzt wäre da eine Idee, ja dann sagt, das ist die Lösung. Ich kenne das auch im privaten Umfeld, du wirst es auch kennen, Es kommen ja immer zu uns alle, die irgendeine Idee haben oder so machen wollen und man hat dann ein, zwei Fragen und auf einmal erübere ich dich die Idee. Hast du da vielleicht einen Tipp, wie man da ranhlen könnte? Also das Erste ist, dass man sich, glaube ich, selber mal ein bisschen damit auseinandersetzen sollte, ob die Idee gut oder nicht gut ist. So, jetzt muss man natürlich gewiss leidensfähig sein. Selbstkritisch. Ja, das ist man dann oft nicht. Und da führt mich zum nächsten Punkt. Such dir Leute, die das Ganze kritisch hinterfragen. Diese ganzen Ja-Sager, die dann sagen, wie cool bist denn du,
00:45:41: dass du jetzt schon wieder eine Idee für eine Handschuhfabrik gehabt hast und sagen, bitte Martin, gib Millionen aus jetzt für deine Handschuhfabrik. Diese Leute würde ich dann eher meiden und eher Leute heranlassen, die das sehr kritisch sehen. Und zwar nicht, dass man sich desillusioniert, sondern die einem, so wie ich es vorher bei der Handschuhfabrik gemacht habe, gesagt habe, na pass auf, das dauert sehr, sehr lange, bis du das hast. Zu diesem Zeitpunkt wird schon sehr viel wieder vorbei sein. Du hast auch in anderen Ländern wahrscheinlich günstigere Voraussetzungen, wie zum Beispiel in China oder in Asien generell. Du hast einfach einen sehr starken Konkurrenzmarkt. Und da jetzt voll drauf zu gehen, ist wahrscheinlich ein bisschen risikobehaftet. Ich will dir ja nicht desillusionieren, ich will dir darauf hinweisen, wie ich meine, dass das eventuell auch scheitern kann. Und wenn ich dann immer noch überzeugt bin, dass ich sage, ich habe jetzt das alles gehört, ich habe es auch reflektiert und ich bin trotzdem überzeugt,
00:46:44: da beginnt dann das, wo es dann auf einmal spannend wird, aber man sollte schon kritisch das einmal hinterfragen. Aber wenn man das alles gemacht hat, dann, glaube ich, geht man in diesen Businessplan. Das heißt doch, man sollte nicht beim ersten Kontraargument gleich aufgeben. Überhaupt nicht. Aber man sollte zumindest nur nachdenken. Und Löwfungen. Wenn der Ich sage, die Handschuhfabrik dauert drei Jahre und du sagst, das wird der Hannes jetzt so hingeschätzt haben, kannst du ja theoretisch damit auseinandersetzen, da dauert es wirklich drei Jahre, was sind die Voraussetzungen und so weiter. Vielleicht plant Österreich grundsätzlich solche Fabriken hier anzusiedeln, weil sie gerade sehen, wie die Versorgung schwierig ist und so weiter. Da gibt es ja viele Argumente auch, die dann dafür sprechen. Aber diese negative Kritik, ich würde es gar nicht mehr negativ sehen, sondern eher Kritik und darauf hinweisen, dass dieses Businessmodell vielleicht noch nicht ganz so ausgefeilt ist, das ist wichtig, dass man das selbstkritisch annimmt und man sagt, okay, vielleicht hat er oder sie da recht und wie gesagt, nicht von diesen Ja-Sagern umgarnen lassen,
00:47:49: die vielleicht dann am Ende des Tages sogar noch was von dir wollen und darum Ja sagen. das ist so mein Haupttipp wenn man diese Phase aber dann überstanden hat wo alle das kritisch gesehen haben dann halt mit voller Power dahinter stehen und alles mögliche ausarbeiten Ich möchte ein Beispiel bringen Hast du eine Idee? Ich habe eine Idee ich bin in einem nicht ganz nüchternen Zustand im Freundeskreis auf diese Idee gekommen und wir machen das jetzt einfach vor genau so wie es sein soll Es kennen viele die Situation nach dem Feiern in einem nicht ganz nüchternen Zustand nach dem Verzehr von dem ein oder anderen berauschenden Getränk. Alkohol. Also bitte nichts anderes. Und man kommt heim morgens, 7 Uhr, übliche Zeit. Also ich heutzutage nicht mehr, muss ich ehrlich sagen. Ich kenne das nur von früher noch aus Studentenzeiten. Aber man kommt heim und möchte sich dann in Österreich eine Eierspeis machen. Oder halt Rührei für alle deutschen Zuhörerinnen und Zuhörer. Das heißt, man hat Lust morgens irgendwann zwischen 5 und 8
00:48:49: auf Eierspeis. Das kannst du jetzt nicht bestreiten, grundsätzlich, das ist sowas, was passiert. Andere Menschen haben zwischen 7 und 8 auch eine Lust, Eier zu essen, weil sie aufstehen und nicht besoffen nach Hause kommen. Du erweitest das schon mal, mein Geschäftsmodell, das ist gleich mein zweites Argument. Jedenfalls habe ich überlegt, du gehst heim und um die Uhrzeit haben wir sogar Kebabstandeln und ähnliche Dinge meist nicht mehr unbedingt offen, kommt auf die Stadt, den Ort und so weiter. Meine Idee, was ist, warum gibt es nicht einen Eierspeisestand, der aufsperrt um Mitternacht und von Mitternacht bis, damit man eben noch mehr Zielgruppen anspricht, bis 9.30 Uhr einfach frisch gemachte Eierspeise anbietet. Das ist ein kleines Häuschen, wie so ein Würstelstand. Und du gehst hin und sagst, ich hätte gern 2 Eier oder 3 Eier oder 4 Eier und ich hätte gern mit Speck, ohne Speck Ding, vielleicht gibt es auch nur den ganz, den volltrunkenen, den gesunden, den Basic und dann sprichst du aber auf einmal auch den an, der vielleicht in der Straßenbahn auf dem Weg ins Büro schnell noch frühstücken will, und zwar gesund frühstücken. Da ist natürlich ein Rührei, was total gut ist.
00:49:52: Ja, proteinhaltig, Proteine. Und da muss man einfach dahinter sein. Und das ist so die Idee, und ich glaube, das hätte Potenzial. Einen Eierspeisstand. Und die Angetrunkenen auf dem Heimweg können sich das holen. Der Geschäftsmann morgens, wenn man es auch unter der Woche offen hat, der ist aber halt kein Kunde Sonntagmorgen, weil Sonntagmorgen um 8 geht keiner zum Eierspeisstand, sondern irgendwo zum Brunchen, wenn er rausgeht oder macht sich selber daheim. Du schaust mich ganz sicher an. Welche Themen haben wir noch auf der Stelle? Machen wir es fertig. Du willst das wieder ausdiskutieren? Also, Frage, warum isst man denn Eierspeise um diese Zeit? Weil es meistens das Einzige ist, was in dem blöden Kühlschrank drinnen ist, um diese versoffene Zeit. Richtig, so war zumindest in Studentenzeiten so. Freunde von mir haben sich da gerne mal eine Pizza in den Ofen geschoben oder so. Stimmt auch. Was da ist, man isst, was der Kühlschrank hergibt.
00:50:54: Und lustigerweise in diesem komplett angesoffenen Zustand ist das Erste, wenn ich die Kühlschranktüre aufmache, wenn ich von den Getränken hochsehe, sind die Eier. In diesem kühlschischen Haltern, ob sie ist. Genau, möglicherweise ist das der Grund, warum alle Eierspeise essen in der Früh. kann auch sein, dass alle so Lust haben, aber wenn da drinnen, glaube ich, eine Pizza liegt, machen sie eine Pizza auch und wenn irgendwas anderes liegt, essen sie was anderes auch. Ich glaube einfach nicht daran, dass rein die Eierspeise das ist, was Angesoffene nehmen. Aber soll so sein, glaub mir mal dran, was du gesagt hast. Das ist die Frage, warum macht das Würstelstand, das um 4 Uhr in der Früh oder 5 Uhr, nicht einfach Eierspeise? Das ist eine gute Frage. Jetzt kann es in zwei Themen gehen. Entweder will es keiner. Will es keiner, weil wenn ich beim Würstelstand stehe, gibt es Würstel und dann ist ja Würstel. Und dann ist es komplett egal, ob es im angesoffenen Zustand, ob es da jetzt ein Käsekrainer ist, nicht komplett egal für unsere Vegetarier und so, aber grundsätzlich...
00:51:58: Tofu-Würstel. Tofu-Würstel oder was auch immer, nehme ich, was es da gibt. Richtig? So. Ich verstehe das Argument. jetzt kannst du das anbieten Eierspeise für die Würstelstände warum wenn du schon einen Würstelstand aufmachst oder nennen wir es einen Eierstand Eierstand Eierstand du machst einen Eierstand auf und bist dann so ein Streetfood Artist ein Streetfood Artist mit deinen Eiern und sperrst aber am Winternacht erst auf. Eier auf Rädern? Nein. Also die Sprüche, die Werbesprüche hast du schon. Aber wenn du einen Eierstand aufmachst und du sperrst erst am Mitternacht auf, da verlierst du etwas an deiner Zielgruppe. Okay, ja, ja, da muss ich halt früher aufsperren, aber vielleicht gibt es das am Abendessen.
00:52:59: Aber wir essen doch nicht die ganze Zeit Eier in Österreich. Aber ich meine das ernsthaft. Warum magst du keinen Standl mit gesunder Küche? Nicht die nächste Idee verraten. Nein, aber jetzt mach einen Stand mit gesunder Küche. Bin ich bei dir, aber das ist mein anderes Thema. Das wäre mal was. Gesundes Fastfood. Ja genau, gesundes Fastfood. Weil dann wanker ich aus dem Club raus und denke mir so, entweder gehe ich jetzt zum Würstelstandl und hole mir da meine Käsekrainer oder meine Tofuwurst oder Ich gehe zum gesunden Martin und hole mir eine Gurke mit Dip. Hol mir eine Gurke mit Dip, dazu ein Ei. Ein Appel und ein Ei. Ja, okay. Da möchte ich jetzt umswitchen. Ich glaube nämlich, dass die Zielgruppe dann die falsche wäre. Gesundes Fastfood sollte es tagsüber geben, damit man, wenn man irgendwo in der Innenstadt das Büro hat, ob man was Gesundes, aber Schnelles essen kann. Oder an Autobahnraststätten, wie wir beide wissen, zahlt sich so eine McDonalds-Mitgliedskarte zu nicht aus, wenn man im Außendienst unterwegs ist.
00:53:59: Aber davon ganz abgesehen. Aber warum bin ich drauf gekommen, um das abzuschließen? Ich kenne wirklich Leute, die machen sich noch im Club, bevor wir rausgehen aus, ja, jetzt gehen wir zu Person XY auf einen Eierspeis. Die gehen an drei Würstelständen und sieben Kebabstandeln vorbei, zu fünf, nur um den Eierspeisen. Weil es eine Tradition ist. Tradition aus diesen versoffenen... Aber da geht es ja nicht nur um das, dass ich da ein Ei genieße, was ich dann an so einem Standel von dir auch... Da geht es ja um das, dass man zu irgendwem Heim geht, dort dann in gemütlicher Runde diese Nacht ausklingen lässt, bis um 10 Uhr vormittags, und sie die Eier reinpfeift, mit Speck meistens, und sie sehen alles, was der Kühlschrank hergibt, und dann andere Aktivitäten starten, wie Schlafen zum Beispiel. Also da geht es ja um das, das kannst du ja alles in deinem Stand und nicht anbieten. Aber nochmal, Martin, ich will dich nicht abhalten, bitte nimm all dein Erspartes, mach die rollenden Eier von Martin in Linz auf
00:55:01: und wir schauen, ob es funktioniert. Ich unterstütze dich, aber ich werde kein Kunde. Und das glaube ich zum Beispiel nicht. Ich glaube auch, dass das Ding als Auto quasi fahrbar, auch spannend wäre, vor dem Zeltfest, wo alle rausstürmen und ich wette, du verdienst dich dumm und dämlich. Und wenn das jetzt irgendwer hört und macht, möchte ich beteiligt werden. Gibt es da draußen irgendjemand, der mit Martin dieses rollende Eierstandl realisieren möchte. Bitte schreibt uns. Wer will Martins Eier? Wer will Martins Eier? Bitte einfach schreiben. Okay, danke für diese. Aber so muss das diskutiert werden. Ich finde das sehr gut. Ich glaube noch immer dran. Super, du bist jetzt über die Phase drüber. Aber ich denke, muss man auch sagen, die Idee kam ja nicht heute. Ich denke schon ein bisschen länger drüber nach. Und ich habe schon, vielleicht nicht unbedingt valide Umfragen, aber ich habe schon ein, zwei Umfragen gemacht. Deine Umfrage, ich wette um alles, bitte sehr ehrlich, die finden um 5 Uhr in der Früh statt,
00:56:02: wo alle schon sich denken, boah, es ist hier so laut und jetzt habe ich so viel getrunken, jetzt will ich zum Martinheim, der kocht die beste Kernöleierspeise, die es hier gibt. Und dann sagst du, na könntest du dir vorstellen, jetzt eine Eierspeise zu essen? und du sagst, das ist die geilste Idee. Wenn das deine Umfrage ist, das ist genau diese Ja-Sager, vor der ich vorgewandt habe. Könnte man als valides Argument gelten lassen. Okay, schließen wir die Geschäftsidee Nummer 1 ab. Aber wir könnten eine neue Kategorie einführen. Schickt uns eure Geschäftsideen und wir diskutieren sie. Das finde ich gut. Wie nennen wir die Kategorie? Schickt uns eure Geschäftsideen. Okay, passt. Das machen wir. Du musst jetzt wieder so einen Jingle machen. Den möchte ich jetzt hören. Schickt uns eure Geschäftsideen. Schickt uns eure Geschäftsideen. Schickt uns eure Geschäftsideen. Schickt uns eure Geschäftsideen.
00:57:05: So, jetzt haben wir ihn gehört. Jetzt haben wir ihn gehört. Ist in Ordnung. Ihr kriegst deinen Jingle, aber nur weil du so viel Jingle magst. Kommen wir zu einem anderen Thema, was du angekündigt hast. Übrigens, du kündigst jetzt die sechste Folge. Ich habe noch immer kein Hillinger reingekriegt. Das kündigst du seit ein paar Wochen an. Heute hätte es sogar gepasst, weil sie jetzt relativ spät ist. Wir können nachher, kommst du noch, gehen wir auf einen Hillinger rein. Oder machen einen Running Gag draus, der sich einfach über die nächsten 100 Folgen sieht. Aber nein, können wir gerne machen. Wir machen so lange, bis uns dann Leo eine Kiste schickt. Das war jetzt so ein winkenden Soundsfall. Oder wir Müsli-Riegel vom Heinrich Prokop bekommen. Zweiter Winkmüscher-Soundsfall. Ja, das Thema, was wir angekündigt haben oder du angekündigt hast. Irgendwer hat scheinbar schon gefragt, nach einer der aus meiner Sicht coolsten Storys der Geschichte. Es ist ein bisschen beängstigend eigentlich, weil man könnte sich Sorgen machen, jetzt nachdem es schon ein bisschen her ist. Ich fasse es so zusammen, Hannes hat schon eine Entführung durch
00:58:06: und jetzt frage ich dich, Hannes, erzähl uns deine Reisetipps. Wie werde ich nicht entführt? Ja, also die Geschichte spielt in China. Ich war ja schon relativ viel auf der Welt unterwegs und habe schon sehr viele Plätze und Länder besuchen dürfen. Und das war wirklich eine der spektakulärsten Geschichten, die ich jemals erlebt habe. Und zwar ist es so, ich erzähle Reisetipp, machen wir gleich vorweg, mein Reisetipp ist, steige immer nur in offizielle Taxis. Das erzähle ich auch immer jedem, wenn er mich fragt, was muss ich beachten in so schwierigen Ländern. Sag ich immer, steigst in offizielle Taxis, kann dir nichts passieren. So, ich fliege also nach China und lande dort am lokalen Flughafen, war zu dem Zeitpunkt ungefähr schon 24, 26 Stunden unterwegs mit dem Flugzeug und bin also sehr müde.
00:59:11: Jetzt hat unser Partner dort vor Ort gesagt, hey Hannes, du landest hier um eins in der Nacht oder so, ich hole dich vom Flughafen ab und bringe dich ins Hotel. Da habe ich gesagt, brauchst du nicht, weil dieses Hotel ist fünf Minuten weg, ich weiß ganz genau, wo ich hin muss, ich steige in ein Taxi, alles gut, bitte geh schlafen. Ja, dann bin ich gelandet, bin zum Taxistand gegangen und hatte leider kein lokales Geld mit und habe gesagt, hey, ich habe hier eine Kreditkarte, nimmst du die? und alle Taxifahrer haben mir gesagt, nein, sie nehmen keine. Ich muss reingehen und Geld abheben. Auf dem Weg rein hat mich ein anderer Taxifahrer gefragt, hey, ich nehme auch Kreditkarte, magst du mit dem Taxi mit mir fahren? Ich habe gesagt, boah, cool, muss ich zu dem Glück gehabt, gehe ich mit. Dann ist er mit mir durch die halbe Ankunftshalle gelaufen und ich bin dann vorbeigelaufen am Parkomat und da hat er gesagt,
01:00:13: ja, aber hier wäre ein Parkomat, hier kannst du auch Geld abheben für später und so, habe ich dann gemacht und bin trotzdem mit dem Typen mitgelaufen. Ich bin dann in einen Van gestiegen. Wie sieht der aus? Sieht das dort aus wie ein Taxi? Ja, das war wirklich so ein Taxi-Van, aber kein offizielles Taxi. Aber der war extrem freundlich. Wie gesagt, ich war 26 Stunden unterwegs, ich war todmüde, wollte einfach nur in das Hotel, habe ihm das Hotel gezeigt, er hat gesagt, ja, kennt er alles und hat gesprochen und so weiter. So, ich steige in das Taxi, dort sitzt irgendwer in Chinesen und fährt los. So, Van, dunkler Van, hinten irgendwie abgedunkelt oder so, aber du hast hinausgesehen, alles gut. Es hat geregnet an dem Tag, ich bin eingeschlafen. So, und wie ich dann nach einiger Zeit aufgewacht bin, waren wir leider unterwegs auf einem Feldweg. Und wo muss es sein? Du hast gerade schon gesagt, das Hotel wäre fünf Minuten weg gewesen. Fünf Minuten weg gewesen. Ich bin eingenickt für, glaube ich, zehn oder 15 Minuten und war dann auf einem Feldweg unterwegs und habe mir gedacht,
01:01:13: oh, so sah die Straße da vor einem halben Jahr nicht aus. Hat sich was verändert. Frag doch mal den Fahrer. So, jetzt muss man wissen, in China geht kein Google. Das Handy ist nicht gegangen, gar nichts ist gegangen. Somit blieb nur der Fahrer und der Fahrer war, sagen wir mal, wenig kommunikativ, sprach auch kein Englisch, war jetzt 0815 kleinerer, glatzköpfiger Chinese und der fuhr und fuhr und es ist irgendwie nicht besser geworden. Wir sind da in so einem Wald und es war irgendwie... Hat dich quasi ignoriert? Hat mich toll ignoriert und dann haben wir gedacht, oh, diese Situation, die wird hier eher schwierig. Habe dem dann immer wieder mehr das Hotel und der ist auch nicht wahnsinnig freundlich gewesen, also war eher aggressiv und ist immer weitergefahren. Und dann habe ich mir gedacht, oh scheiße, hier läuft etwas komplett aus dem Ruder und habe mir dann überlegt, was machst du und was passiert mit mir? Und wie gesagt, habe ich schon einiges an Erfahrung und ein Kollege bei der Trodat von
01:02:17: mir, der in Afrika viel unterwegs war, der hat mir mal Geschichten erzählt, wie er selbst in Afrika entführt worden ist und hat mir beschrieben, du wirst dann auf einen Platz gebracht, dort musst du viel Geld zahlen, also viel Geld heißt 4.000, 5.000 Dollar und dann lassen sie dich dort stehen und da sitzen aber Leute mit Maschinengewehr und so weiter. Da haben wir gedacht, das erspare ich mir doch in China. Wie komme ich da wieder raus? Jetzt haben wir gedacht, so, also wie gesagt, wenn, ich bin da hinten gesessen, er vorne gefahren, ich greife ihm einfach mal auf die Schulter, dann wird der doch irgendwie entweder eine Waffe ziehen oder irgendwie reagieren. Jetzt muss man sagen, die sind ja auch körperkonvertretend nicht unbedingt gewohnt, durch die Kultur. Ich glaube, die kulturelle Barriere war in dieser Situation eher das Geringste. Aber das hat ja zusätzliches... Ich habe mir über kurz überlegt, ob man in Asien Leute angreifen kann oder nicht. Oder ob ich mich vorher verbeugen soll. Gut, ich habe dem Herrn dann, den edlen Herrn dann auf die Schulter
01:03:17: gegriffen und es hat ihm nicht so gefallen, aber er hat keine Waffe gezogen und jetzt kürze ich die Geschichte etwas ab, weil sonst werde ich noch eingesperrt, aber wir haben uns dann geeinigt drauf, durch unterschiedliche Maßnahmen, dass er mich doch ins Hotel bringt. Was für Maßnahmen waren das? Er wollte leben und ich auch und somit haben wir das dann ausdiskutiert. Nonverbal? Nonverbal ausdiskutiert und er wollte dann tatsächlich auch, glaube ich, heim. Und ich habe so lange zugedrückt, bis er das verstanden hat. Und genau, dann ist er mal stehen geblieben. Also am Anfang hin und her, wie du das aus Filmen kennst, dann stehen geblieben, dann habe ich ihm zugedrückt, habe ihm gezeigt, hier zum Hotel. Er hat tatsächlich umgedreht, wir sind zum Hotel gefahren. Irgendwann dazwischen hat mein Handy auf einmal geläutet, war unser Partner aus China, hat gesagt, was ist da los?
01:04:17: Dann habe ich hineingeschrien, ich bin gekidnappt worden. Und die haben deswegen angerufen, weil zu dem Zeitpunkt hätte ich schon eine Stunde im Hotel sein sollen. Also die haben gemerkt, dass du fehlst. Ich fehle, ja, genau. Und ja, somit haben die dann im Hotel auf mich gewartet. Und wir sind dann mit dem, also das Hotel ist an der Hauptstraße, der ist dann irgendwann auf eine normale Straße gefahren, ist dann auf die Hauptstraße gefahren. Er war immer begleitet durch meinen Arm. Und ja, irgendwann sind wir dann zu dem Hotel gekommen. Dort ist es so, dass alles Video überwacht wird. Jetzt habe ich mir gedacht, wenn ich da rauslaufe, dann sagt der, ich habe ihn nicht bezahlt und so weiter. Und wie ich das dort in China erkläre, weiß ich nicht. Jetzt bin ich hinausgehüpft, wie der dort stehen geblieben ist, und habe ihm das Geld, das ich vorher abgehoben habe, in das Taxi geworfen, so dass man das sieht auf den Kameras und bin dann mit meinem Koffer reingelaufen, dort hat dann unser Partner gewartet, die ganze Hotelmannschaft und so weiter und der ist halt sofort mit offenen Türen davon gebraust und ja, das führt mich
01:05:26: wieder zu meinen Reisetipps, steig immer in richtige Taxis. Wie erkenne ich die? Offizielle Taxis, da gibt es eigentlich in jedem Land, erstens sehen die eh aus wie offizielle Taxis mit dem Taxi-Schild rum, aber auch in jedem Land gibt es irgendwie so Certificates für Taxifahrer, die sind da drin, das ist Nummer 1 und also das ist die wichtigste Geschichte. Mein Learning in China ist, ich fahre nirgends mehr so wirklich, wenn ich nicht begleitet bin, das heißt ich schlafe jetzt in meinem Airport-Hotel dort, gehe direkt vom Airport dort rüber, schlafe dort und lasse mich dann von den Partnern holen. Ja, also Jetzt ist die Stimmung so da. Das muss der Witz erzählen. Aber es ist für mich auch immer eine krasse Story eigentlich, weil man in der heutigen Zeit ja jetzt nicht unbedingt mit sowas rechnet. Ich meine, Asien ist ja trotzdem eine Business-Destination, wo viele Leute irgendwie hinfliegen. Grundsätzlich, jetzt weiß ich nicht genau, welcher Ort, wollen wir vielleicht gar nicht im Detail sagen, bevor irgendwer jetzt gar nicht mehr da hinfliegt.
01:06:26: Also wenn der Virus da. Aber es ist ja trotzdem krass, dass du in dem Moment so schnell scheiten kannst, über diese Geldsituation nachdenkst, dem das da reinwirfst und schaust, wie, was, wo. Das ist ja auch nicht ganz selbstverständlich, weil ich glaube, viele haben einfach nur Panik in dem Moment. Aber hast du schon von solchen Fällen in der Region oder so generell öfter gehört oder wurdest du gewarnt? Du warst ja auch schon vor andmetics und presono und du warst ja international nicht viel unterwegs. Da ist das ja, glaube ich, auch passiert. Ich bin ja unsicher. Nein, nein, das war in andmetics. Aber du warst ja viel unterwegs, du hast ja viel gesehen oder auch gehört. Ist dir das bekannt, so eine Situation, jetzt nicht nur in Asien, sondern generell, dass sowas passiert und normal ist in Anführungszeichen normal, aber gewöhnliche Aktivität ist ja, es ist auch ich habe das dann ein bisschen recherchiert dort und habe das dann auch den Partnern dort erzählt und leider ist es dort tatsächlich so, sein Geschäftsmodell, Business Model Canvas vielleicht ausgearbeitet von dort einfach kriminell
01:07:27: und ja, also das gibt es nicht nur dort Wie gesagt, mein Kollege Bert Rodert, der für Afrika zuständig war, der in Nigeria zweimal entführt worden ist, und zwar sogar, ich bin mir nicht sicher, aber einmal ganz sicher, mit einem ganz offiziellen Auto sind sie zu einer Straßensperre gekommen, da ist ein Polizist gestanden, der Polizist, auch alles, Marke hergezeigt und so weiter, hat dann erklärt, wo sie, also sie haben gefragt, wo ist denn diese Adresse, und das ist ja nicht so wie bei uns oder in Deutschland, sondern ah, nein, das ist dort hinten und in dieser Region, aber ich fahre mit und zeige es euch, damit es sicher ist. Und dieser Typ hat sich dann entführt. Also man muss schon ein bisschen aufpassen, aber, und das ist so der Abschluss von dieser Story, grundsätzlich habe ich durch meine ganzen Reisen eigentlich so viel Positives erlebt, so viel gesehen, wenn du auf Leute positiv zugehst und offen zugehst, kannst du auf der ganzen Welt von so vielen Leuten was haben.
01:08:29: Und eigentlich, je ärmer die Leute sind, umso mehr geben sie dir. Und dass es natürlich überall schwarze Schafe gibt, gut, das ist so. Es ist ja jetzt in dieser Situation ja nichts passiert. Und darum fliege ich nach wie vor gerne nach China, es ist ein sehr schönes Land. Ja, ich bin jetzt nicht böse auf alle Asiaten und habe jetzt nicht Angst, wenn ich einen Chinesen sehe. Das wäre ja auch, das wäre ja wirklich übertrieben, aber es ist trotzdem, glaube ich, traurig, aber interessant zu sehen, dass es sowas gibt und auf was man achten sollte. Die Story haben wir somit auch gehört. Jetzt ist quasi die Neugier gestillt. Jetzt überlegen wir uns, was für eine spannende oder lustige Story jetzt ist von dir gekommen, weil da gibt es ja die ein oder andere Geschichte. Vielleicht, okay, lassen wir das Thema vielleicht für heute, sonst wird das niemals. Du hast dir einen Witz gewünscht. Wir haben das letzte Mal auch einen Witz versprochen. Du hast genau versprochen, was wir heute machen. Ich habe mich also hingesetzt und einen Witz... Das ist so der schöne Abschluss dieser Folge, oder?
01:09:30: Wir schließen jetzt, das machen wir jetzt so, wir schließen mit diesem Witz diese Folge, bedanken uns, dass wir da alle so zahlreich zugehört haben. Bitte teilt uns und verbreitet uns, wo es nur irgendwie geht. Sind wir eigentlich in dieser Facebook-Gruppe wieder aufgenommen worden? Das Posting war ja weg. Ich habe es jetzt nicht nochmal reingepostet. Danke übrigens für die, die das letzte Mal schon das gehört haben und uns geteilt haben auf Facebook, auf Instagram und in ihren Storys und Co. Also danke dafür. Wir sind da wirklich, wirklich sehr dankbar. Wir freuen uns über alle bleibenden Hörerinnen und Hörer, über alle neuen Hörerinnen und Hörer. Wir hoffen, wir konnten mit der Folge auch wieder was weitergeben. Also bitte teilen, liken, abonnieren. Es freut uns sehr. Und der Martin wird jetzt diesen Witz verlesen. Und wir schließen dann und lassen alle mit diesen guten und schönen Gedanken nach der Entführungsstory einfach in den Tag hinaus. Okay. Der Personalchef mustert den neuen Finanzmitarbeiterbewerber und fragt ihn, beherrschen Sie denn auch die doppelte Buchführung?
01:10:35: Und dieser antwortet, ja, sogar die dreifache. Einmal die mit dem richtigen Umsatz, dann die mit dem kleinen Gewinn für die Teilhaber und dann noch die mit dem großen Verlust fürs Finanzamt.
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